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Zahlreiche Konzerttourneen, Schallplatten und Rundfunkaufnahmen (u.a. das gesamte Orgelwerk von Jehan Alain, Buxtehude, Buttstett; Werke von Bach, Walther, Homilius, Müthel, Kuchar, Reger, Langlais, Poulenc) sowie musikwissenschaftliche Veröffentlichungen haben Helga Schauerte in wenigen Jahren zu einer der vielversprechendsten Musikerpersönlichkeiten ihrer Generation gemacht. Neben ihrer Tätigkeit als Organistin der deutsch evangelischen Kirche zu Paris und als Orgellehrerin des Konservatoriums Nadia und Lili Boulanger führen Konzerte, Vorträge und Meisterkurse, sowie die Teilnahme als Jurymitglied internationaler Wettbewerbe die Künstlerin immer wieder in verschiedene Länder Europas und der USA. Ihre künstlerische Tätigkeit wurde bisher prinzipiell von zwei Seiten bestimmt,: der Begegnung deutscher und französischer Musikkultur, sowie der Erweckung tieferen Verständnisses für die Musik Jehan Alains. Sie entdeckte und erwarb zahlreiche unbekannte Musikautographen, Briefe, Zeichnungen und Photographien des Komponisten, die sie regelmäßig ausstellt (Französische Nationalbibliothek 1990), und veröffentlichte 1983 die erste deutschsprachige Biographie. Im Verlag Bärenreiter nimmt sie als Autorin an der Neufassung der MGG teil, ist Mitverfasserin des Handbuchs der Orgelmusik (erschienen Nov. 2001), sowie Herausgeberin der ersten Urtext-Gesamtausgabe der Orgelwerke Léon Boëllmanns. Sie veröffentlichte musikwissenschaftliche Beiträge in Ars organi, Organ, L’Orgue, Organists’ Review, The American Organist, Musik und Gottesdienst, Arte organaria e organistica und Ostinato rigore. Helga Schauerte trat im Alter von zehn Jahren zum ersten Mal öffentlich auf; mit
dreizehn übernahm sie das Organistenamt an der historischen Orgel in Lennestadt. Ihre Ausbildung an der Musikhochschule Köln beschloss sie mit dem Staatsexamen in
Schulmusik, Philosophie, Pädagogik, sowie im Jahr 1985 mit der künstlerischen Abschlussprüfung (Klasse Prof. Viktor Lukas). Ihr Studium bei Marie-Claire Alain beendete sie mit dem Premier Prix. Jean Langlais vertraute ihr mehrere seiner Werke
zur Uraufführung an und widmete ihr eine seiner Orgelkompositionen. Im Jahr 1987 erhielt Helga Schauerte den Kulturpreis des Kreises Olpe. |
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