Roberto Micconi, San Marco di Venezia

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ROBERTO MICCONI ist Venezianer, und seit 1975 Organista Titolare (Erster Organist) der Basilika San Marco in Venedig. Erste musikalische Studien erhält er im Alter von sieben Jahren bei seinem Vater. Anschließend wird er Schüler von Maestro Camelo Pavan, damaliger erster Organist von San Marco. Sein Diplom in Orgel und Orgelkomposition absolviert er am Konservatorium Benedetto Marcello in Venedig. Hier aufbauend schuf er sich eine solide musikalische Grundlage durch Orgelunterricht bei großen Meistern, weitere Studien in Komposition, Cembalo, Musiklehre sowie Chor- und Orchesterdirigieren.

    Es folgte eine rasche Konzertkarriere, wo er sich einen Namen als Interpret mit einem sehr breiten Repertoire machte, das von den ersten Formen der Orgelmusik bis zu zeitgenössischer Musik reicht. Er veranstaltete hunderte von Solo- und Orchesterkonzerten mit Radio- und Fernsehauftritten in ganz Europa, Australien und den Vereinigten Staaten, wo er renommierte Tourneen durchführte, bei denen er auch Vorlesungen über Orgel und venezianische Musik an den bedeutendsten amerikanischen Universitäten hielt.

    Von 1981 bis 2000 war er Direktor der Capella Musicale Marciana de Basilica San Marco di Venezia. Von 1990 bis 1996 war er Direktor des venezianischen Kammerjugendorchesters, das er gegründet hat, um jungen Menschen zeitgenössische Musik nahe zu bringen. Außerdem ist er Direktor des Kammerchors Marciano.

     Seine CD mit venezianischer Musik auf drei historischen Orgeln hat von der gesamten Kritikerwelt uneingeschränkte Zustimmung erhalten.

    Als Komponist hat er zahlreiche Orgelwerke, Choräle, Gesangs- und Instrumentalmusik geschrieben, die geschätzt und gerne aufgeführt werden. Seine Komposition „Dittico“ für Solo-Violine wurde mit Musik anderer venezianischer Komponisten auf CD aufgenommen.

    Er war dreißig Jahre lang Dozent für Orgel und Orgelkomposition an den Konservatorien von Padua, Rovigo, Castelfranco Veneto und Venedig. Drei Jahre war er Vizedirektor des Konservatoriums Benedetto Marcello in Venedig. 

    Er hält Konferenzen und Seminare zum Studium venezianischer Orgeln und Kurse zur Interpretation von Musik der venezianischen Schule.

    Er gehörte der Orgel-Jury beim 41. Internationalen Musikwettbewerb in Genf an. Er ist Ehreninspektor der Superintendenz für künstlerische und historische Güter zur Bewahrung künstlerischer und historischer Orgeln; weiterhin ist er Mitglied der Diözesan-Kommission für geistliche Musik und für die Bewahrung historischer Orgeln in Venedig. Schließlich gehört er der Künstlervereinigung ASAC (Vereinigung zur Entwicklung von Choraktivitäten) des Veneto an.

    1987 wurde ihm die Ehrenmitgliedschaft des Riemenschneider Bach Institute des Baldwin-Wallace College in Berea, Ohio, USA für seine zahlreichen Beiträge zur Barockmusik verliehen, eine Anerkennung, die ihm als erstem Italiener zuerkannt wurde.

    1989 erhielt er den Preis „Premio Venezianello per la Musica“ als Auszeichnung dafür, Venedig in der Welt Ansehen verschafft zu haben.

    1997 erhielt er den Preis „Premio Altino per la Musica“ in Anerkennung seiner Lehrtätigkeit und seines Engagements für die Jugend.

    2000 zeichnete ihn Seine Heiligkeit Papst Johannes Paul II mit den Insignien eines Cavaliere des Ordens des Papstes San Silvestro aus in Anerkennung seines über zwanzigjährigen, mit großer Hingabe und Passion geleisteten Engagements als Organist und Maestro die Cappella der Basilica San Marco.

Pressestimmen

Coburger Tatgeblatt, 28. Januar 2002
Europäische Botschafter
Internationaler Orgelzyklus in Heilig Kreuz gestartet
        von Gerhard Deutschmann
“...gab es schon vor dem Konzert lebhaften Beifall für den Interpreten des ersten Abends in Gestalt des Venezianers Roberto Micconi, der seit 1975 als Organist an der berühmten Basilika San Marco tätig ist, weltweit konzertant auftritt, vielfach ausgezeichnet wurde und sich auch als Komponist einen Namen schuf. In einem umfangreichen Programm, das fast fünf Jahrhunderte umspannte, konnte er die Historie der italienischen Orgelmusik vom Frühbarock bis zur MOderne eindrucksvoll belegen und bravourös wiedergeben. .....”

Nordbayerischer Kurier, 1. Februar 2002
Die Klangsinnlichkeit italienischer Orgelmusik               von Dr. Hans-Joachim Bauer
“... Er spielte einen großen Abriss italienischer Orgelmusik vom 16. Jahrhundert an bis auf den heutigen Tag, bis zu einer eigenen Komposition. Micconi saß in der Kirche Heiligkreuz freilich nicht auf einer großen Orgel wie etwa in der Basilika von Vierzehnheiligen oder gar im riesigen Klangkörper des venezianischen Kirchenschiffs von San Marco, sondern an der eher bescheidenen mechanischen Ott-Orgel. Somit musste der Organist Zeugnis abgeben von ehrlicher organistischer Handwerkskunst, und er konnte an diesem Instrument voller Begrenzungen und Tücken ein Beispiel überzeugneder Interpretationskunst geben. .....”

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